Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Als Familienunternehmen liegt uns das partnerschaftliche Verhältnis zu unseren Milchlieferanten besonders am Herzen. Milch in ihrer höchsten Qualität ist die wichtigste Zutat für unseren Bergader Käse – den es ohne die Landwirte und ihre Milchkühe so nicht geben würde. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich gemeinsam mit unseren Landwirten an neuen Ansätzen und binden sie bei strategischen Entscheidungen mit direkten Auswirkungen auf die Milcherzeugung mit ein.

Fünf unserer Bergader Bauern stellen sich vor

Landwirtschaft im Wandel

In den Alpen und im Alpenvorland sind die landwirtschaftlichen Betriebe charakteristisch familiär geprägt und kleinstrukturiert. So haben unsere 1.100 Milcherzeuger im Schnitt rund 40 Kühe bei sich auf dem Hof. Nahezu 20 Prozent der Bergader-Milch stammt von Bergbauern mit einer durchschnittlichen Anzahl von nur 30 Kühen. Unsere Milcherzeuger sind fast ausschließlich Familienbetriebe, zu denen wir oft schon seit Generationen eine enge Beziehung pflegen.

Die Landwirtschaft befindet sich in einem Strukturwandel. Zusätzlich sorgen weltweite Themen wie die Auswirkungen der Pandemie, Krieg in der Ukraine und der einhergehende Anstieg von Rohstoff- und Energiekosten für lange nicht mehr gekannte Unsicherheiten. Dennoch sollen und müssen auch politisch und gesellschaftlich motivierte Veränderungen in der Landwirtschaft weiterhin stattfinden.

Gemeinsame Lösungen und zukunftsweisende Ansätze

Ob moderner Laufstall mit neuester Technik, traditioneller Betrieb im Nebenerwerb oder Bergbauer in den Alpen: Unsere Landwirte setzen bei sich in den Betrieben das Konzept um, das zu ihrem Standort und ihrer Familie passt. Auf dem Weg in ihre Zukunft unterstützen wir sie in partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Durch einen kontinuierlichen Austausch mit unseren Liefergruppierungen und den Bauern selbst kennen wir die Herausforderungen der heutigen Landwirtschaft und arbeiten gemeinsam mit den Milcherzeugern an langfristigen Lösungen. Bergader versucht, all seine Milchlieferanten gleichermaßen miteinzubeziehen. Unabhängig von deren Betriebsmodell wird an individuellen Ansätzen gearbeitet, die wegweisend für die Zukunft sind.

Erhalt der bäuerlichen Strukturen

Wir beziehen unsere Milch von Vertragsbauern aus der Region mit einem kurzen Transportweg von nur durchschnittlich 20 Kilometern um unsere Standorte in Waging und in Bad Aibling. Die kurzen Wege und der Bezug des Rohstoffs direkt vor Ort sind Grundsätze bei Bergader. Dabei unterstützen wir auch kleinere bäuerliche Betriebe mit einer geringen Milchmenge inmitten der Berggebiete. Diese Herausforderung geht Bergader aus Überzeugung gerne ein. Als fest in der Region verwurzelte Molkerei mit einer langen Tradition tragen wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Unser Ziel ist es, die Milch- und Almwirtschaft zu erhalten und die Existenz der kleinbäuerlichen Familienbetriebe zu sichern.

Wie ein Milchviehbetrieb aussieht, hängt von vielen Faktoren ab. Neben den Standortbedingungen prägen auch die Vorstellungen und Ressourcen der Landwirtschaftsfamilien die Höfe.

Im Jahr 2020 wurden deutschlandweit rund 33 Millionen Tonnen Rohmilch von vier Millionen Milchkühen gemolken. Gemessen an der Milchmenge nimmt Bayern mit circa 25 Prozent den Spitzenplatz ein, gefolgt von Niedersachsen. Entsprechend bedeutend ist die Milcherzeugung in Bayern. Doch neben der Zahl der Milchkühe ist auch die der Erzeuger zurückgegangen. Von fast zwei Millionen Milchbauern 1950 hat sich die Zahl bis November 2021 auf 54.787 Erzeuger deutschlandweit verringert.1) Davon betroffen sind vor allem die kleineren Milchviehbetriebe, denn ein klarer Trend geht zu größeren Produktionsbetrieben. Die größten Herden mit durchschnittlich 198 Milchkühen pro Betrieb (2021) gibt es in den ostdeutschen Betrieben. Kleinere Bestände stehen vergleichsweise häufig in Anbindeställen, Neubauten erfolgen als Laufställe. Rund 8.488 Kilogramm Rohmilch pro Jahr gibt eine Milchkuh durchschnittlich in Deutschland im Jahr 2021.2)

Die Milchleistung unterscheidet sich jedoch je nach Region und wird von unterschiedlichen Faktoren wie Rasse, Haltungsverfahren und Fütterung beeinflusst. Die bayerischen Milcherzeuger halten mehrheitlich regional typische Zweitnutzungsrassen, die zwar eine geringere Milchleistung haben, dafür aber zusätzlich zur Fleischerzeugung geeignet sind. Bundesweit wird das Bild von einer reinen Milchrasse, den schwarz- oder rotbunten Holstein-Friesians geprägt.

1) MIV. 2020. Fakten Milch: Milch und mehr – die deutsche Milchwirtschaft auf einen Blick
2) BLE. 2022. Bericht zur Markt- und Versorgungslage mit Milch und Milcherzeugnissen

Unsere Ziele für eine nachhaltige Zukunft

Aus Überzeugung und Tradition

Umweltschutz

Beispiele für unseren betrieblichen Umweltschutz

Gemeinsam gestalten

Der Mensch im Fokus