Bayerische Almwirtschaft als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet

23.04.2026

Die Almwirtschaft wurde im März diesen Jahres in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit erfährt die traditionsreiche Landwirtschaftform besondere Anerkennung, die seit Jahrhunderten das Landschaftsbild und die Kultur des Alpenraums prägt.

Wenige Bergbauernfamilien bewirtschaften bereits seit Jahrhunderten die hochgelegenen Weideflächen in den bayerischen Alpen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft, seiner Biodiversität und der regionalen Wertschöpfung. Die Aufnahme in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Bayern würdigt diese besondere Form des Wirtschaftens und ihre gesellschaftliche Bedeutung.

Für Bergader hat diese Auszeichnung eine besondere Bedeutung: Die Milch der Bergbauern, die unter anspruchsvollen Bedingungen auf den Almen erzeugt wird, bildet die wertvolle Grundlage für unseren Bergbauern Käse. Sie steht für Ursprünglichkeit, Qualität und echtes Handwerk.

Die Wertschätzung für diese traditionsreiche Form der Landwirtschaft haben wir bereits im vergangenen Jahr mit dem multimedialen Dokumentationsprojekt „Bergbauern erleben“ unterstrichen, das in enger Zusammenarbeit mit Fotograf Klaus Maria Einwanger über mehrere Jahre hinweg entstanden ist. In eindrucksvollen Aufnahmen vermittelt es authentische Einblicke in den Alltag der Bergbauern und zeigt die Herausforderungen, die mit ihrer Arbeit verbunden sind.

Dass dieses besondere Projekt nun im Deutschen Museum in München präsentiert wird, unterstreicht seine Bedeutung weit über die Region hinaus: Die Sonder-Ausstellung wird am 30. April offiziell eröffnet und ist anschließend für vier Wochen im Rahmen der Dauerausstellung „Landwirtschaft und Ernährung“ zu sehen.