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Perspektivenwechsel beim Azubi-Austauschprogramm für Milchtechnologen

Um junge Menschen bestmöglich auf die spezifischen Anforderungen ihres Berufs vorzubereiten, hat Bergader ein Azubi-Austauschprogramm für Milchtechnologen ins Leben gerufen. Das neue Programm ist ab sofort fester Bestandteil ihrer Ausbildung. Vier Wochen lang wird jeder angehende Milchtechnologe am anderen Produktionsstandort eingesetzt – und lernt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Käsens sowie andere Fachbereiche, Abläufe und Kollegeninnen und Kollegen aus erster Hand kennen. Dabei sind die Teilnehmer des Austauschprogramms nicht nur stille Beobachter, sondern arbeiten aktiv mit.

Den Anfang machte Stefan. Im April 2019 wechselte der Milchtechnologe im zweiten Lehrjahr seinen Arbeitsort – und stempelte vier Wochen lang in Waging anstatt in Bad Aibling ein.

Stefan, du bist sozusagen ins kalte Wasser gesprungen und hast als erster Azubi am Austauschprogramm teilgenommen und vier Wochen in Waging verbracht. Wie waren deine Erwartungen?
Ich fand es eigentlich ganz cool, dass ich der Erste war. Ich hatte überhaupt keine Bedenken, sondern war sehr gespannt, weil ich vorher noch nie im Werk in Waging war. Vor allem die Produktion habe ich mir riesengroß vorgestellt – was sie ja tatsächlich auch ist.

Wie wurdest du in Waging empfangen?
Steffi Hallweger, die für uns Azubis zuständig ist, hat mich begrüßt und erst mal überall herumgeführt. In den vier Wochen habe ich in alle Bereiche reinschauen dürfen und war wirklich überall – in der Verwaltung, in der Milchannahme, im Kesselhaus und natürlich in den beiden Käsereien, wo ich am häufigsten eingesetzt war. Die Betreuung in der ganzen Zeit war wirklich sehr gut. Bei Fragen hat man sich jederzeit an die zwei Ausbilder vor Ort oder die anderen Azubis wenden können.

Durftest du denn auch richtig mitarbeiten?
Das ganze Programm ist so angelegt, dass man nicht nur zuschaut, sondern selbst mit anpackt. Vor allem in der Käserei 1 konnte man richtig viel selber machen – das finde ich gut.

Du hast vorher schon die Größe der Waginger Produktion angesprochen. Was ist dir sonst noch aufgefallen?
In den Produktionsgebäuden in Waging geht’s rauf und runter, da kann man sich schon mal verlaufen. Bei uns in Bad Aibling ist die Produktion auf einer Ebene angelegt. In Waging wird zum Teil ganz anders gearbeitet als bei uns: In der Käserei 1 läuft man zum Beispiel kreisrund um die Wannen herum, während bei uns alles in einer Linie abläuft. Ein weiterer Unterschied ist natürlich der Einsatz von Schimmelpilzkulturen – das gibt es ja in Bad Aibling nicht.

Was hat dir sonst noch besonders gut gefallen?
Die Käserei 1, wo man noch richtig mit der Hand arbeiten konnte – das war schon das Highlight! Auch die Milchannahme war sehr interessant. Und dass die Käserei 2 in Waging so modern ist, habe ich nicht erwartet. Besonders waren auch die Kollegen: Alle waren echt freundlich und haben mich super aufgenommen und eingebunden.

Du warst ja in den vier Wochen nicht nur zum Arbeiten in Waging. Wie hast du deinen Feierabend verbracht?
Ich war für die vier Wochen  in einem Gästezimmer von Bergader untergebracht. Nach Feierabend habe ich öfters was mit ein paar Azubis aus Waging unternommen – zwei bis drei habe ich schon von der Berufsschule gekannt, die anderen habe ich vor Ort neu kennengelernt. Und am See kann man ja seine Freizeit auch schön verbringen.

Was ist dein Fazit?
Ich finde es super, dass das Programm fest für alle Milchtechnologen eingeführt worden ist. Ich kann es jedem empfehlen, mal den Standort oder die Abteilung zu tauschen. Das müsste man eigentlich noch viel mehr machen – auch in anderen Bereichen des Unternehmens. Für mich war es echt eine super Erfahrung!