Die Geschichte des „Bayerischen Gebirgs-Roqueforts“

Veröffentlicht am Freitag, 17. Oktober 2014

Basil Weixler, Firmengründer der Bergader Privatkäserei und großer Liebhaber des französischen Roqueforts, schuf 1927 den ersten deutschen Edelpilzkäse: In seiner kleinen Dorfkäserei in Oberbayern gelang ihm die Kultivierung des Schimmelpilzstammes penecilium roqueforti in tagfrischer Kuhmilch. In Anlehnung an das französische Vorbild aus Schafsmilch nannte er seine Kreation „Bayerischer Gebirgs-Roquefort“. 

Obgleich er seinen Käse aus Kuhmilch und nicht – wie in Frankreich üblich – aus Schafsmilch herstellte, strengten die auf den Schutz ihres Originals bedachten Franzosen einen Gerichtsprozess an, der ihm nach acht langen Jahren Gerichtsstreit die Namensanleihe untersagen sollte. Genützt hat Basil Weixler der Prozess übrigens trotzdem, denn jahrelang wurde über jedes Detail des Prozesses in der Fachpresse berichtet. Auch wurden im Zuge des Prozesses Lebensmittelhändler im gesamten deutschen Reich nach Ihrer Meinung über den Käse befragt und dadurch erst recht auf ihn aufmerksam gemacht. So ist der Roquefort-Prozess einer der Meilensteine auf dem Weg des Familienunternehmens.

Seither hat Bergader Edelpilz noch viele weitere Gipfel erklommen. In den 60er Jahren erreichte er sogar höchste Design-Ehren, als 100 g Edelpilz-Ecken in extra von Luigi Colani gestalteten roten Plastikdosen verkauft wurden. Und auch vor echten Gipfeln schreckte Bergader Edelpilz nicht zurück: 1973 nahm Josef Geierstanger den Käse mit auf eine Expedition in den Himalaya.

Auch heute noch wird der Bergader Edelpilz mit unveränderter Rezeptur hergestellt und in alle Welt exportiert.

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