Bergader Wissensbissen: Käsereifung

Veröffentlicht am Samstag, 09. August 2014

Dass die Reifung ein maßgeblicher Prozess bei der Käseherstellung ist, ist weitläufig bekannt. Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass diese nicht in der Käserei endet. Welchen Einfluss die Reifung auf Konsistenz und Geschmack eines Käses hat, erfahren Sie in unserem heutigen Wissensbissen.

Wenn Sie das nächste Mal einen Käse kaufen und sich fragen, warum er dieses Mal so viel weicher/fester/milder/intensiver ist als sonst, schauen Sie doch einmal auf das Mindesthaltbarkeitsdatum: Ein Käse reift nämlich nicht nur bei uns in der Käserei, sondern er reift auch dann noch weiter, wenn er die Käserei längst verlassen hat und im Supermarkt oder bei Ihnen zu Hause im Kühlschrank liegt.

Das hat zur Folge, dass ein sehr junger Käse (Mindesthaltbarkeitsdatum ist noch weit entfernt) oft eine festere Konsistenz und einen milderen Geschmack hat. Wenn er noch sehr jung ist, kann es sein, dass der Käse noch sehr mild ist.

In diesem Fall stellen Sie ihn entweder wieder zurück in den Kühlschrank und warten noch ein bisschen oder Sie schneiden sich die Menge ab, die Sie zu verzehren gedenken, und lassen diese für eine halbe bis eine Stunde bei Zimmertemperatur offen stehen. Denn auch Wärme beschleunigt den Reifeprozess und intensiviert den Geschmack. Nähert sich ein Käse dem Mindesthaltbarkeitsdatum, erreicht er seine optimale Konsistenz und seinen besten Geschmack.

Wird der Käse zu reif, ist der Geschmack manchen Menschen schnell zu intensiv. Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, können Sie das nächste Mal beim Einkaufen gezielt nach jungem Käse (Mindesthaltbarkeitsdatum weit entfernt) Ausschau halten.

Wir wünschen Ihnen viel Genuss mit unseren Käsespezialitäten von Bergader!

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