3,5 Millionen Euro in die Zukunft investiert
Die Bergader Privatkäserei nimmt neues Hochregallager und Verpackungsräume in Betrieb.
3. Juni 2003 - Mit einem Kostenvolumen von rund 3,5 Mio. Euro hat die Bergader Privatkäserei ein neues Betriebsgebäude erstellt und umfangreiche Umbauarbeiten im angrenzenden Produk-tionsgebäude durchgeführt. Dort sind nun die Verpackungsräume und ein 1.200 Paletten fassendes Hochregallager untergebracht. Die offizielle Inbetriebnahme, verbunden mit einer Einweihungsfeier und der von Pfarrer Kraller vorgenommenen kirchlichen Weihe, erfolgte am 23. Mai 2003.
Das neue Hochregallager wurde als Anbau an das bestehende Produktionsgebäude ausgeführt.
Das neue Gebäude wurde auf Vorschlag der Traunsteiner Architekten Rudolf und Wolfgang Lechner mit einer Stahlblechverkleidung versehen. Zunächst habe sie sich gar nicht recht mit dieser Idee anfreunden können, erklärte Geschäftsführerin Beatrice Kress. „Aber mittlerweile gefällt´s mir ganz gut“. Die Verkleidung sei nicht nur praktisch, weil wartungsfrei, sondern sie lasse den Baukörper auch nicht ganz so wuchtig erscheinen. Es sei ein schön gestalteter Industriebau entstanden. Neben den Ehrengästen, Vertretern der Baubetriebe und den Betriebsangehörigen begrüßte sie ganz besonders die Nachbarn.
Frau Kress hob nicht nur die während der Durchführung der Baumaßnahmen bewiesene Geduld und das Verständnis der Nachbarn, sondern auch die der Mitarbeiter hervor. Viele von ihnen seien in den vergangenen Monaten durch beengte Verhältnisse, umständliche Abläufe, lange Wege und viele Veränderungen betroffen gewesen.
Das Produktionsgebäude der Bergader Privatkäserei.
Die Vergrößerung des Betriebs sei durch die Belieferung neuer Märkte notwendig ge-worden, erklärte der Geschäftsführer Pro-duktion und Technik, Siegfried Neher. In den letzten Jahren ist die Bergader Privatkäserei erheblich gewachsen, so dass in den Jahren 2001 und 2002 rund 60 Mitarbeiter eingestellt wurden. Dafür waren die Sozialräume nicht mehr in ausreichendem Umfang vorhanden.
Mit dem Neubau konnten die Lagerung der Packmaterialien und die Arbeitsabläufe op-timiert werden und die Voraussetzungen geschaffen werden, dass alle Anforderungen der neuesten EU-Hygienerichtlinien in den Packräumen erfüllt werden.
Ende 2000 wurde deshalb mit den Planungen und im November 2001 mit dem Bau be-gonnen. Im März 2003 wurde der Um- und Neubau termingerecht fertig gestellt.
Damit sind auch für die Reiferäume Platzreserven geschaffen worden; die jetzigen Arbeitsplätze können gesichert und neue ohne besondere bauliche Maßnahmen geschaffen werden.
„Wir hoffen weiter auf ein gesundes Wachstum, wenngleich dies in der heutigen Zeit schwierig ist“, so Neher. Der Bau sei eine Investition in die Zukunft des Betriebs. Neher hob die am Bau beteiligten Firmen hervor, die die Aufträge pünktlich und fachgerecht ausgeführt hätten. Lob spendete er den Behörden für die schnelle Bearbeitung der Anträge.
Besonders aber würdigte er seine Mitarbeiter in der Produktion. „Dass wir die Umbauzeit ohne eine Fehlproduktion überstanden haben, ist allein ihr Verdienst“, betonte der Geschäftsführer.
Den Neu- und Erweiterungsbau bezeichnete zweiter Bürgermeister Herbert Häusl als ein Zeichen zur rechten Zeit. Wir bräuchten mehr Investitionen wie diese als einen deutlichen Hinweis, dass es vorwärts gehen kann. Dem Gemeinderat und den Gemeindebürgern sei die Bedeutung von Bergader bewusst. Deshalb freue es die Gemeinde besonders, dass die Bergader investiere und somit den Standort Waging sichere und ausbaue. Grundlage dafür seien eine vorausschauende Betriebsleitung sowie fleißige und qualifizierte Mitarbeiter. Ferner sagte er die Unterstützung der Gemeine zu „wo wir nur können“. Es sei eine gemeinsame Aufgabe, den Betrieb zu sichern und auszubauen.
