Bergader ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

Die Landtagskandidaten Roland Richter und Anton Kern informierten sich.

17. Februar 2003 - Über die Bedeutung der Bergader Privatkäserei für die Region informierte sich kürzlich der CSU-Landtagskandidat für den Stimmkreis Berchtesgadener Land, Roland Richter. Begleitet wurde er vom hiesigen Listenkandidaten der Union, Kreisbauern-obmann Anton Kern aus Saaldorf-Surheim.

Die CSU-Landtagskandidaten Anton Kern (links) 
            und Roland Richter (rechts) überzeugten sich zusammen mit der 
            geschäftsführenden Gesell-schafterin Beatrice Kress und 
            Geschäftsführer Martin von der hervorragenden Qualität 
            der Bergader-Produkte.

Die CSU-Landtagskandidaten Anton Kern (links) und Roland Richter (rechts) überzeugten sich zusammen mit der geschäftsführenden Gesell-schafterin Beatrice Kress und Geschäftsführer Martin von der hervorragenden Qualität der Bergader-Produkte.

Auch wenn das Milcheinzugsgebiet durch die drei Produktionsstandorte in Waging (Berg-ader Privatkäserei), Rotthalmünster (Käse-werk Roiner) und Bad Aibling (Wendelstein Käsewerk) vom österreichischen Innviertel bis nach Sauerlach bei München mit rund 200 Kilometer Luftlinie sehr weit gefasst sei, werde die benötigte Milch dennoch aus der Region bezogen, erklärte die ge-schäftsführende Gesellschafterin Beatrice Kress, die überwiegend für Produktion,
Technik und Verwaltung zuständig ist.

Durch ein eigenes Einzugsgebiet mit einer intensiven Betreuung und Beratung der Milchbauern habe man die größte Sicherheit, dass die hohen Qualitätsanforderungen eingehalten werden. Ständige Proben des Milchprüfrings lieferten den Beweis, dass es in Oberbayern die qualitativ beste Milch in ganz Deutschland gebe.

Täglich fahren die Milchsammelwagen 1.600 Milchsammelpunkte an und bringen pro Jahr rund 215 Mio. kg Milch zur Produktion. Die Auszahlung von fast 8 Mio. Euro Milchgeld an die Landwirte sei wichtig für die Wirt-schaftskraft der Region.

Es werde immer schwieriger, die Ware an den Mann bzw. die Frau zu bringen, erklärte der Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing Erhard Martin. Heute zähle für den Verbraucher vielfach nur noch der Preis und nicht mehr die Qualität. Auch sei der Markt härter geworden, weil wegen eines zu hohen Milchangebots und zu vieler Hersteller ein starker Verdrängungswettbewerb herrsche.

Der Umsatz von Bergader betrug 2002 insgesamt 135 Mio. Euro bei einer Herstellung von 21.000 to.. Rund 65 Prozent der Produktion wird im Inland abgesetzt, der Rest wird exportiert.

Während der Umsatz an der Käsetheke seit acht Jahren rückläufig ist, konnte der Anteil im SB-Bereich, in den Bergader vor fünf Jahren eingestiegen ist, bei einem jährlichen Zuwachs von 10 Prozent auf aktuell 25 Prozent des Umsatzes gesteigert werden.

Als neue Käsesorten stellte Martin einen deftigen Landkäse sowie einen feinen Joghurtkäse vor.

Mit 345 Mitarbeiter sei Bergader der größte Arbeitgeber der Marktgemeinde Waging, erklärte Personalchef Walter Staudinger. Da knapp 60 Prozent der Beschäftigten aus der Umgebung kommen, habe Bergader auch eine große Bedeutung für die Region. Mit der ausgezahlten Lohnsumme von über einer Million Euro trage der Betrieb zur Wirtschaftskraft der Gemeinde und ihres Umlandes bei. In den drei Standorten zusammen werden insgesamt um die 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Zur Zeit werden 15 junge Leute in den Berufen Industriekaufmann, Molkereifachmann und Laborant ausgebildet. Im September werden zwei Industriekaufleute, vier Molkereifacharbeiter, eine Laborantin und ein Kaufmann für Information und Telekommunikation als Auszubildende eingestellt.

Es gebe weder Sorgen bei der Einstellung von Personal noch bei der Suche nach Auszubildenden, denn Bergader gelte als guter und sicherer Arbeitgeber, sagte Staudinger auf diesbezügliche Fragen von Richter.

Der Landtagskandidat hob die große wirtschaftliche Bedeutung der Käserei für seinen Stimmkreis hervor. Bei seiner Visite habe er viele interessante Eindrücke gewonnen, und er werde diese Aspekte in seine politische Arbeit einfließen lassen.