Bergader schaffte wieder das Öko-Audit
Die Waginger Privatkäserei stellt ihre Produkte umweltschonend her.
8. Dezember 2001 - Die Bemühungen der Bergader Privatkäserei, ein Umweltmanagement nach den EU-Richtlinien zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung umzusetzen, wurden von der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern anerkannt.
IHK-Präsident Dr. Claus Hipp übergab der Geschäftsführerin Beatrice Kress und dem Betriebsbeauftragten für Umwelt-, Abfall- und Arbeitssicherheit, Pankraz Niedermaier, nach erfolgreich bestandenem Öko-Audit die Registrierungsurkunde.
v.l.: Pankraz Niedermaier, Beatrice Kress und Dr. Claus Hipp
Bergader hat dieses Öko-Audit damit bereits zum zweiten Mal geschafft. „Unser Ziel ist es, den Umweltschutz aktiv voranzutreiben“, erklärt Niedermaier.
Dafür informiere die Waginger Privatkäserei ihre Mitarbeiter in Fragen des Umweltschutzes in Form von Betriebsversammlungen, Unterweisungen, Schulungen und Aushängen am blauen Brett.
Die gesetzlichen Regelungen sehen die Verantwortlichen dabei nur als Mindestmaß an und streben nach Verbesserungen im Umweltschutz über diese Normen hinaus, so Niedermaier. Arbeitsgruppen definieren jährlich Ziele, um die Umweltbelastungen zu verringern.
Solche Arbeitsgruppen bestehen z.B. für die Bereiche Energie, Wasser und Abwasser, Betriebsmittel und Abfall sowie Verpackung, Büromaterial und Beschaffung. Die Geschäftsleitung stellt die erforderlichen Mittel bereit und verfolgt laufend die Umsetzung der Maßnahmen.
Im Vorfeld von Investitionsentscheidungen, bei der Produktentwicklung sowie bei der Neueinführung oder Änderung von Verfahren werden bereits eventuelle Umweltauswirkungen berücksichtigt. Ferner werden der Rohstoffverbrauch sowie das Abfallaufkommen laufend überprüft und die beste verfügbare Technik eingesetzt. „Interne Auditoren prüfen jährlich unser Umweltmanagementsystem und stellen etwaige Abweichungen von den Zielen unserer Umweltpolitik fest“, sagte Niedermaier.
Wegen der konsequenten Verfolgung der Umweltziele sind die Erfolge in den vergangenen Jahren nicht ausgeblieben: Beim Abfall wurde eine sehr hohe Wiederverwertungsquote von 94 Prozent erreicht.
Dies bedeutet, dass im vergangenen Jahr die Restmüllmenge von rund 9 Kg pro Tonne produzierten Käse im Vergleich zu 1996 in etwa gleich geblieben ist, obwohl die Gesamtproduktion in diesem Zeitraum erheblich zugenommen hat.
Ein weiteres Beispiel, wie die Umwelt geschont werden kann: Der Verbrauch an Dieselkraftstoff wurde in den letzten 4 Jahren annähernd halbiert. Auch im Bereich der Energie konnte der Verbrauch, bezogen auf die Herstellungsmengen, durch verschiedene Maßnahmen verringert werden.

